Symposium / Programm
am 19. November 2026
„Modelle der Versorgungssteuerung in der gesetzlichen Krankenversicherung“
Programm:
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Eines der zentralen Reformvorhaben der Bundesregierung für die laufende Legislaturperiode besteht in der Einführung eines Primärversorgungssystems in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). In diesem System, das zur Stabilisierung der Finanzsituation beitragen soll, wird voraussichtlich der Steuerung durch Hausärzte große Bedeutung zukommen.
Im Zuge der praktischen Umsetzung des Vorhabens stellen sich zahlreiche bisher unbeantwortete Fragen: Mit welchen Regelungen kann vermieden werden, dass sich die (mancherorts viel zu wenigen) Hausarztpraxen zum „Flaschenhals“ der Patientenversorgung entwickeln, wenn viele Fachärzte nur auf Überweisung durch Hausärzte in Anspruch genommen werden dürfen? Welchen Beitrag können (digitale)Terminvermittlungssysteme zur Patientensteuerung leisten? Mit welchen rechtlichen Mitteln können Beschränkungen der freien Arztwahl durchgesetzt werden und wie können sich Patienten und Leistungserbringer gegen ungerechtfertigte Beschränkungen zur Wehr setzen? Und schließlich: Können die in der hausarztzentrierten Versorgung (HZV) gewonnenen Erfahrungen im neuen System nutzbar gemacht werden und welche Existenzberechtigung hat eine HZV neben einem Primärversorgungssystem in der Regelversorgung gerade angesichts der aktuellen finanziellen Lage der Krankenkassen?
Mit diesen und weiteren aktuellen Fragen wird sich das Herbstsymposium aus rechtlicher und gesundheitspolitischer Sicht befassen.
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Begrüßung und Moderation
Olaf Rademacker, Richter am Bundessozialgericht, Kassel
Referentinnen und Referenten
Dr. Reimar Buchner, Rechtsanwalt und Partner, Kanzlei Gleiss Lutz, Berlin
Dr. Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Berlin
Barbara Geiger, Abteilungsleiterin der Abt. 2 (Gesundheitsversorgung, Krankenversicherung), BMG, Berlin
Dr. Anne Barbara Lungstras, Richterin am Landessozialgericht Berlin-Brandenburg
Stefanie Stoff-Ahnis, Stellv. Vorstandsvorsitzende, GKV-Spitzenverband, Berlin
Prof. Dr. Stephan Rixen, Universität zu Köln, Institut für Staatsrecht, Köln
Programm:
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Olaf Rademacker
Einleitung und Moderation
Möglichkeiten und Grenzen der Versorgungssteuerung in der gesetzlichen Krankenversicherung
Stefanie Stoff-Ahnis
Digital gestützte Versorgungssteuerung: patientenorientiert / effizient / transparent
Andreas Gassen
Primärversorgung – Ärztliche Aufgabe oder neues Verwaltungsungetüm?
Anne Barbara Lungstras
Die Primärversorgung – Konsequenzen eines Überweisungsvorbehalts für Patienten und Leistungserbringer
Reimar Buchner
Zukunft der hausarztzentrierten Versorgung neben einem verpflichtenden Primärarztsystem in der Regelversorgung?
Barbara Geiger
Aktuelle Gesetzgebung zur Steuerung der ambulanten medizinischen Versorgung

