Symposium / Programm
31.03.2020

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„Reform des Vergütungssystems: zwei Bereiche – eine Vergütung?“     

 

Einleitung und Moderation
Ulrich Wenner

Innovatives Konzept oder wissenschaftliches Alibi für die Politik? Bericht der Kommission für ein modernes Vergütungssystem
Thorsten Kingreen

Der Werkstattbericht aus der Honorarkommission: Abrechnungspraxis in der neuen Welt
Wolfgang Seifert

Einheitliche Vergütung – Ende des Mythos oder die Unabhängigkeit von den Zusatzeinnahmen?
Florian Reuther

Vergütung nutzen, Fehlanreize vermeiden – Reform des Vergütungssystems aus der Perspektive der Krankenkassen
Christoph Altmiks

Solide Vergütung oder Unterfinanzierung – Reform des Vergütungssystems aus der Perspektive der Vertragsärzte
Benjamin Reuter

Vergütung der psychotherapeutischen Versorgung als Zukunftsmodell?
Martin Stellpflug

Ein Patient – zwei Abrechnungsregime: Einfluss des Vergütungssystems auf die ärztliche Behandlung
Klaus Reinhardt

 

Die Expertenkommission der Bundesregierung zur Weiterentwicklung der ärztlichen Vergütungssysteme hat ihre Arbeit abgeschlossen.
Kurz danach kann noch nicht abschließend beantwortet werden, ob EBM-Ä und GOÄ eine Generalüberholung erhalten werden oder ob es nur bei Kosmetik bleibt. Der Koalitionsvertrag sowie der resultierende Auftrag an die Honorarkommission fordern jedenfalls eine Modernisierung hin zu einem Vergütungssystem, das sich am Stand des medizinischen Fortschritts und am Versorgungsbedarf der Bevölkerung orientiert. Das Symposium dient der Information über den Bericht und seine Vorschläge und soll sich den zentralen Fragestellungen zuwenden: Können die Unterschiede zwischen der privatärztlichen und der vertragsärztlichen Gebührenwelt, von denen Fehlanreize ausgehen (können), so reduziert werden, dass der Behandlungsbedarf aller Patienten und nicht der Versicherungsstatus den Behandlungspfad allein bestimmt? Ist das duale System des Versicherungsmarktes der Garant für medizinischen Fortschritt oder zementiert es eine Zwei-Klassen-Medizin? Welche Folgen haben die Vorschläge der 13 Expertinnen und Experten der Kommission schon jetzt für die ärztliche Abrechnungspraxis? Dabei soll auch ein Blick auf das psychotherapeutische Vergütungssystem geworfen werden, bei dem die traditionellen Gewissheiten von der Präferenz der Leistungserbringer für die private Liquidation offenbar ins Wanken geraten sind. Schließlich soll diskutiert werden, wie sich Veränderungen des Vergütungssystems auf den ärztlichen Behandlungspfad auswirken. Heißt es weiterhin: ein Arzt, eine Krankheit, zwei Behandlungswege?